Chronik

Im Jahre 1923: Nur wenige Jahre nach dem 1. Weltkrieg, der auch in Rast viel Schmerz und Trauer hinterließ, fand sich eine kleine Gruppe junger Männer zusammen, die mit Freude und Eifer sich der Volksmusik widmete. Josef Hänsler, Josef Schad, Theodor Häuptle, Bernhard Alber, Josef Rothmund und Konrad Renz waren die Gründungsmitglieder. Als eigentlicher Gründungstag ist der 20. April überliefert.

Mit Instrumenten, die sie aus der eigener Tasche bezahlten, machten sie sich zweimal wöchentlich auf den Weg nach Krumbach um sich von Militärmusiker Leander Blum ihren ersten Musikunterricht geben zu lassen.

Durch fleißiges Üben erzielten die Musiker erkennbare Fortschritte. Doch die erste Überraschung kam bald, der Wunsch mit anderen Kapellen gemeinsam zu spielen, ließ sich nicht verwirklichen, da die Raster Instrumente eine zu hohe Stimmung aufwiesen. So blieb nichts anderes übrig, als sämtliche Instrumente neu anzuschaffen. Diesmal gewährte die Gemeinde Rast unter Bürgermeister Hahn den Musikern ein Darlehen. Auch von privater Seite wurde reichlich gespendet. Mit diesen Geldern konnten auch zusätzlich Feuerwehruniformen beschafft werden um ein einheitliches Bild bei Auftritten zu präsentieren.

Im Laufe der Jahre erhöhte sich die Zahl der Aktiven zwar langsam aber stetig. Unter ihrem 1. Dirigenten Josef Hänsler traten sie schon häufig in der Öffentlichkeit auf und nahmen an verschiedenen Musikfesten der Umgebung teil. Mit 12 Aktiven trat die Kapelle 1935 dem Reichsverband für Volksmusik bei. Zur Freude der Einwohner von Rast, wirkte die Kapelle unter stetiger Aufwärtsentwicklung bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs 1939. Der furchtbare Krieg setzte dem Wirken der Kapelle ein vorläufiges Ende und hinterließ eine große und schmerzliche Lücke in den Reihen der Musiker: Josef Hänsler, Josef Rothmund, Fridolin Kauth, Karl Gabele und Berthold Weiss waren gefallen.

Theodor Häuptle, der bisherige 2. Dirigent, übernahm nun die Stabsführung bis zum Jahre 1948. Es begann ein mühsamer Wiederaufbau der Kapelle.

Im gleichen Jahr übernahm Robert Kauth die musikalische Leitung und setzte sich mit viel Mühe und großem Idealismus für die Kapelle ein. Sein allzu früher Tod im Jahre 1953 war für die Kapelle ein schwerer Schlag.

Nach Robert Kauth übernahm Werner Stadler den Dirigentenstab. Besonders die Ausbildung des Nachwuchses lag ihm am Herzen und führte die Kapelle auf einen beachtlichen Leistungsstand. Während dieser Zeit traten dem Verein neben zahlreichen Einheimischen auch auswärtige Aktive aus Walbertsweiler, Ennetach, Meßkirch und Umgebung bei. Diesen Musikkameraden sind wir heute noch zu großem Dank verpflichtet.

Im kleineren Rahmen 1953 beging der Verein sein 30 jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass konnten die Musiker erstmals ihre neue schmucke Uniform zeigen, deren Anschaffung durch hochherzige Spenden der Einwohner ermöglicht wurde. Weitere größere Veranstaltungen erfolgten jeweils zu den runden Jubiläen zum 40., 50., 60. und 70 jährigen Vereinsbestehen.

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Im Jahre 1985 gab Werner Stadler aus gesundheitlichen Gründen den Dirigentenstab an Gerhard Schmid ab. Er übernahm die musikalische Leitung und setzte den eingeschlagenen Weg mit mehr Intensität fort. Die Jugendausbildung wurde weiter ausgebaut. und die Leistung des gesamten Klangkörpers gesteigert. Die Zahl der Aktiven erreichte den Spitzenstand von 55 und liegt heute wieder bei etwa 50 Musikern.

Im Jahr 1998 wechselte Gerhard Schmid den Dirigentenstock wieder gegen sein Flügelhorn ein, das er bis heute mit Enthusiasmus beim Musikverein spielt. Sein Nachfolger ist Joachim Amann der sich mit seinem musikalischen Talent in die gute Dirigentenreihe des Musikvereins einfügte. Joachim spielt heute wieder aktiv in der Kapelle mit.

Von 2008 bis Anfang 2012 übernahm Ralf Amann das Dirigentenamt und auch er führte die Kapelle mit musikalischem Erfolg. Er ist weiterhin in der Jugendausbildung aktiv tätig.

In der Übergangszeit führte unser zweiter Dirigent Sebastian Blender ad interim die Kapelle und seit November 2012 hat Herr Szabolcs Hatvani das Dirigentamt inne.

Wir danken im Namen der Raster Musikanten allen ehemaligen und aktiven Dirigenten für die zeitaufwändige und anspruchsvolle Arbeit.

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